Urlaub und Radtour an der Ostsee rund um Schwedeneck / Surendorf

Radreise an der Ostsee rund um Schwedeneck Surendorf
Radreise Ostsee Schwedeneck Surendorf. Quelle: Google

Was ist Schwedeneck?

Der Sommer kommt und man überlegt sich wo man seinen (Aktiv) Urlaub verbringen möchte, warum dann also nicht an der Ostsee in der Gemeinde Schwedeneck. Schwedeneck liegt auf der Halbinsel Dänischer Wohld an der Eckernförder Bucht zwischen Eckernförde Rendsburg und Kiel, und seine Ortschaften umfassen Birkenmoor, Dänisch-Nienhof, Elisendorf, Grönwohld, Haschendorf, Hohenhain, Jellenbek, Krusendorf, Kuhholzberg (teilweise), Sprenge, Stohl und Surendorf. Das Klima an diesem Ostseebereich wird eher als gemäßigt empfunden und die beste Reisezeit ist zwischen Mai und September. Die Ostsee an sich halte ich als Adriaverwöhnter eher für kalt, aber meine Kinder waren so oft es ging im Wasser.

Unser Reiseziel Campingplatz Grönwohld

Da wir selber aus dem Nordhessischen Wolfhagen nähe Kassel kommen, war es eine relativ lange oder auch kurze Anreise mit dem Auto. Eine befreundete Familie welche ein Ferienhaus gemietet hat begleitete uns, so das ich hierzu auch kurz was schreiben kann. Nach Ankunft wurde uns ein Platz in der direkten Nähe des Ferienhauses zugeteilt, bzw. konnten wir es selber aussuchen da genügend Platz vorhanden war. Schnell das Zelt aufgebaut und alle wichtigen Sachen verstaut, und Wertsachen ins Auto gelegt was ich direkt vor dem Zelt geparkt habe. Das gleiche machte auch die befreundete Familie, die ihr Ferienhaus 10 Meter entfernt hatten. Als nächstes erkundeten wir erstmal den Campingplatz Grönwohld selber z.B. die sanitären Anlagen, Spielplatz, Strand, Verwaltung, Shop und das Restaurant Windbar.

campingplatz groenwohld ostseestrand
Strand am Campingplatz Grönwohld

Als wir im Vorfeld gemeinsam den Campingplatz Grönwohld ausgesucht haben und uns im Internet informierten, haben wir auch gelesen das die Sanitären Anlagen nicht sehr gut sein sollen, das kann ich aber nicht bestätigen. Die Toiletten und Duschen waren relativ frisch renoviert und stets sauber gewesen. Der Spielplatz war OK, allerdings sind meine Kinder schon groß und habe kein Interesse an sowas. Die junge Frau in der Verwaltung, die mir sagte das sie aus Kiel kommt und erst seit 2-3 Jahren am Campingplatz Grönwohld arbeitet, war sehr nett und zuvorkommend und hat uns ein paar Tipps mitgegeben. Das Restaurant hat alles was man zur Not braucht, da wir aber mobil waren, sind wir zum einkaufen in das Netto nach Surendorf gefahren. Die Windbar ist ein Restaurant/Bar direkt an der Einfahrt zum Campingplatz Grönwohld und neben Pommes rotweiss bekommt man da auch was anständiges zu essen. Im Hinterhof der Bar kann man lange und gut unter Weinreben sitzen und den Tag ausklingen lassen.

Die neuen Ferienhäuser sind zwar beengt, aber sehr modern und mit viel Liebe eingerichtet. In unserem Ferienhaus war eine kleine Einbauküche, ein HD Fernseher, eine Toilette mit Dusche und zwei Doppelschlafzimmer. Auf der Terrasse konnte man sich mit Stühlen und Tisch hinsetzen und dort die eine oder andere Bratwurst grillen. Ein Grill gehörte allerdings nichts zur Ausstattung. Was den Kindern gut gefallen hat war der riesige Sitzsack, der auch ab und zu zum streiten verleitete.

Erstes Ziel: Die Landeshauptstadt Kiel

Zunächst erstmal sind wir mit dem Auto nach Kiel gefahren um ein wenig Siteseeing dort zum machen und um Lebensmittel zu kaufen. Allerdings fand ich persönlich Kiel eher enttäuschend, was aber auch daran liegen kann das meine Erwartungen vielleicht zu hoch waren. Irgendwie hat mir alles nicht gepasst und das Flair stimmte nicht wirklich, außer das eine Aktivität in der Innenstadt stattfand. Ich habe keine Ahnung ob das immer dort zwischen Vorstadt und Altstadt ist, aber vielleicht bekomme ich es ja noch heraus.
Auf dem Rückweg machten wir dann halt in Surendorf und kauften erstmal ein was wir für den geplanten Grillabend mit Bier vom 5 Liter Fass brauchten. Das Netto in Surendorf hat neben den „üblichen“ Lebensmittel auch regionale Spezialitäten im Sortiment, nur so zur Info.

Radtour zum Ostseebad Strande

ostseebad strande olympiastuetzpunkt
Hafen Ostseeebad Strande

Über die etwa 15 KM lange Strecke über die Eckernförder Strasse und Stohler Landstrasse kommt man sehr gut zum Ostseebad Strande, wo sich auch der Olympiahafen sowie das dazu gehörende Olympiazentrum Schilksee sich befindet. Auch hier findet unser erst Weg bei Ankunft zum Meer, warum auch immer. Da zum Meer auch immer ein Hafen gehört haben wir auch diesen uns angeschaut. Als kleinen Zwischensnack sollte man unbedingt mal im Fischkiosk Seidentoff vorbeischauen und sich ein Fischbrötchen holen….Lecker. Auf der Rückfahrt bei echt schönem Wetter und 25 Grad in der Sonne haben wir am Wegesrand sehr oft Sanddorn gefunden und ein wenig genascht davon. Echt sauer war es.

Der Schwur des Kärnan, Besuch im Hansa-Park

Am dritten Tag unseres Urlaub sind wir mit dem Auto zum Hansa-Park nach Sierksdorf gefahren. Nach knapp 1 Stunde Fahrt sind wir dort angekommen und parkten auf dem großflächigen Parkplatz gegenüber. Wer es nicht weißt, der Hansa-Park ist ein Freizeit und Vergnügungspark mit vielen Achterbahnen. Eine dieser Achterbahnen ist der Hyper-Coaster „Der Schwur des Kärnan„, wo ich es nicht lassen konnte drauf zu gehen. Diese Achterbahn ist nichts für Weicheier und Warmduscher und erst recht nicht für Herzkranke.

der schwur des kärnan im hansa-park
Der Schwur des Kärnan

Bevor man in den Schwur des Kärnan rein darf wird man erstmal vom Personal eingewiesen und man darf seine Sachen abgeben die verloren gehen könnten während der Fahrt. Nachdem dies geschehen ist, darf man sich in die Sitze setzen und der Sicherheitsbügel schließt sich. Dann wird es dunkel und man wird in einem geschlossen 76 Meter hohen Turm senkrecht nach oben gezogen, und das Blut schießt einem dabei in Kopf. Oben angekommen ist man auch gleich wieder im freien Fall und es geht auf gleichen Weg im dunklen Turm nach unten. Nachdem man das schon mal überstanden hat geht es wieder hoch. Wieder oben angekommen geht es vorwärts nach draußen und steil bergab und man erreicht bei all den Looping, Kurven usw. mal locker eine maximale Geschwindigkeit von 127 Km/h. Ich bin ja echt kein Weichei, aber holla die Waldfee wer den Schwur des Kärnan übersteht kann sich in jede Achterbahn setzen.

Neben diesem Hyper-Coaster gibt auch noch „Der Fluch von Novgorod“, ein Coaster der Kataplektorklasse und noch viele andere Attraktionen. Zur Verpflegung kann ich leider nicht viel sagen, da wir unser Essen und Trinken selber mitgebracht haben. Die Preise dafür sahen aber für einen Freizeitpark „normal“ aus.

Radtour nach Eckernförde

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Meeresausstelung im Infocenter Eckernförde

Nachdem Besuch im Hansa-Park haben wir uns erstmal einen Tag ausgeruht und sind dann am Tag darauf mit dem Fahrrad nach Eckernförde gefahren. Diesmal ohne Kinder, da diese in der Surfschule „Wassersport Schwedeneck“ am Campingplatz Grönwohld waren. In der Surfschule beim Bernd Kascha kann man das Windsurfen, Kitesurfen und das Stand-Up-Paddeling erlernen. Meine zwei Jungs haben dort erfolgreich bei Meike einen Grundkurs im Windsurfing gemacht. Als wir beide dann nach etwa 1 Stunde in Eckernförde angekommen sind, haben wir uns erstmal am Cafe des Infocenters gemütlich gemacht und ein Latte Macchiato getrunken. Ich habe mir dann die Meeresausstellung im Infocenter angeschaut und fand besonders die Aquarien mit den Quallen schön. Nachdem wir unsere Fahrräder abgeschlossen hatten, sind wir zu Fuß weiter und haben die Innenstadt und den Hafen besichtigt. Wow, habe ich mir gedacht, Eckernförde ist richtig schön. Der Hafen war 1A sauber und auch die kleine Innenstadt ist sehr gepflegt. Als wir dann dort so flanierten, roch ich was lecker süßes und als ich um die Ecke schaute wusste ich auch was es war. Eine Bonbonkocherei und Schokoladenfabrik!

bonbonkocherei eckernförde
Bonbonkocherei Hermann Hinrichs

Die Bonbonkocherei und Schokoladenfabrik Hermann Hinrichs ist ein echtes MUSS wenn man in Eckernförde ist. Da es eine gläserne Manufaktur ist, kann man bei der Herstellung der Leckereien auch zu schauen. Der Chef, ich nehme mal an Hermann Hinrichs, erklärte lautstark wie man Bonbons herstellt, was man braucht und was nach dem Walzen noch passieren muss. Das zu schauen haben wir dann auch gemacht, und durften die noch warmen Bonbons sogar probieren. Wahnsinn was die gut schmecken und deswegen haben wir uns gleich 1 Tüte voll Bonbons mitgenommen. Jetzt nach dem Urlaub sitzen wir manchmal noch alle zusammen und essen die leckeren „Fischform“ Bonbons.

Auf der Rückfahrt

Jeder Urlaub muss mal enden, so auch unser. Nachdem wir unser Zelt abgebaut hatten und Richtung nach Hause fuhren, haben wir einen Zwischenstop in Hamburg gemacht. Leider wollte keiner mit mir auf die Reeperbahn, aber dafür eine Hafenrundfahrt machen. Eines muss ich ja mal sagen…ich war bisher schon viel in Hamburg, aber Eure Hafenrundfahrtspreise sind echt astronomisch gestiegen. Never Ever werde ich das machen, da man für das Geld ja nen eigenes Boot bekommt. Zudem weiß ich selber wo die Bananenkrummmachmaschine steht. Aber nichts desto trotz, Hamburg ist ne echt tolle Stadt.

Mein Fazit über einen Urlaub mit Radtour an der Ostsee rund um Schwedeneck / Surendorf:

Eine tolle Umgebung mit viel Erlebnis drumherum. Es passte alles :-)

Tip: Da ich weiß das man in der Klinik Schwedeneck auch eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur an der Ostsee machen kann, wäre hier vielleicht der eine oder andere Ausflugstip dabei

Meine Bewertung:

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