Berufswunsch: Fahrradmonteur

Fahrradmonteur
Fahrradmonteur

Über den Fahrradmonteur

…Du bist technisch begabt und begeisterst Dich für den Radsport und Fahrräder? Du hast Spaß am Umgang und Beratung von Menschen die Radsportbegeistert sind oder es noch werden wollen? Du hast bestenfalls den Hauptschulabschluss geschafft? Dann würde eine duale Ausbildung zum Fahrradmonteur im Prinzip nichts mehr im Wege stehen. Der Beruf des Fahrradmonteurs ist mittlerweile ein gefragter Job mit Zukunft, denn im Zeitalter der Modernen E-Bikes und Pedelecs kann der Kunde meist sein Bike teilweise nicht mehr selber reparieren. Auch ist der Wunsch einer qualifizierter Beratung hoch.

Was sind die Hauptaufgaben eines Fahrradmonteurs?

Fahrradmonteure bzw. Fahrradmonteurinnen bauen Fahrräder aus verschiedenen Bauteilen, Baugruppen und Systemen zusammen, und halten sie instand. Sie verändern Fahrräder im Rahmen gegebener Einstellmöglichkeiten durch Austausch von verschiedenen Komponenten nach Kundenwünschen. Sie rüsten Fahrräder mit Zubehör- und Zusatzeinrichtungen auf oder um. Sie arbeiten selbständig und meist Eigenverantwortlich für die Ausführung ihrer Arbeitsaufträge. Sie warten, demontieren und reinigen Fahrräder und/oder einzelne Baugruppen und überprüfen die Funktion, wobei sie Prüfgeräte und Messgeräte dabei einsetzen. Der Fahrradmonteur /-in identifiziert und behebt Mängel, stellt sicher, dass das jeweilige Fahrrad verkehrssicher und funktionstüchtig ist. Bei der Übergabe erklären sie dem Kunden, welche Arbeiten durchgeführt wurden und was beim benutzen des Fahrrades zu beachten ist. Sie beraten oftmals Kunden bzgl. der Vielfalt beim Kauf eines Fahrrades.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Ausbildung zum Fahrradmonteur / Fahrradmonteurin dauert 24 Monaten und findet sowohl betrieblich als auch berufsschulisch statt. Die Ausbildungsschwerpunkte sind lt. Ausbildungsverordnung hierbei:

  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  4. Umweltschutz,
  5. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren von Arbeitsergebnissen,
  6. Qualitätsmanagement,
  7. Messen und Prüfen an Systemen,
  8. Betriebliche und technische Kommunikation,
  9. Kommunikation mit internen und externen Kunden,
  10. Bedienen von Fahrrädern und Systemen,
  11. Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrrädern und Systemen sowie von Betriebseinrichtungen,
  12. Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Bauteilen, Baugruppen und Systemen,
  13. Manuelles und maschinelles Bearbeiten,
  14. Herstellen und Instandhalten von Systemen und Anlagen der Fahrradtechnik,
  15. Bereitstellen von Waren und Dienstleistungen.

Während der gesamten Ausbildungszeit ist ein sogenanntes Berichtsheft zu führen, welches der Ausbildende jederzeit Einsicht haben muss. In dem Berichtsheft wird eingetragen was Du während der Ausbildung gemacht oder gelernt hast. Nach dem ersten Ausbildungsjahr findet eine Zwischenprüfung statt.

Am Ende der Ausbildungszeit findet dann die Gesellenprüfung statt, mit der Du Dein erlerntes Wissen zeigen kannst. Die Gesellenprüfung auch Abschlussprüfung genannt, besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung die alle Ausbildungsschwerpunkte beinhalten.

Was verdient man in der Ausbildungszeit?
Das ist von Region zu Region und Betrieb abhängig. Meist bekommen Auszubildende im ersten Lehrjahr zwischen 250€ und 500€, und im zweiten Lehrjahr zwischen 350€ und 700€.

Was kommt nach der Ausbildung?

Wenn Du Deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kannst Du diese im Ausbildungsberuf „Zweiradmechatroniker/in, Fachrichtung Fahrradtechnik“ fortsetzen. Da Dir Deine Ausbildungszeit angerechnet wird brauchst Du nicht wieder 3,5 Jahre in Ausbildung gehen, sondern verkürzt sich automatisch um Deine bereits absolvierte Ausbildungszeit. Nachdem Du auch diesen Ausbildungsberuf geschafft haben solltest, hast Du die Möglichkeit Zweiradmechatronikermeister/in, Techniker/in (z.B. in den Fachrichtungen Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik, Feinwerktechnik), Technische/r Betriebswirt/in zu werden.

Was verdient man als Fahrradmonteur?

Auch hier ist es von Region zu Region unterschiedlich. Das Anfangsgehalt nach der Ausbildungszeit kann bei 1100€ und 1500€ Netto im Monat liegen, und im späteren Verlauf mit Berufserfahrungen auch zwischen 1500€ und 1900€.

 

Jobchancen sind in der Regel sehr gut und haben durch die ständig moderneren Fahrrädern Zukunft

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Bildmaterial: © Fahrrad-Idealisten – Montage 2(Julia Heinrichmann[Deutsche Welle]/Flickr, CC BY SA 2.0)

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